Bauchtanz - Portrait der Bauchtänzerin Ánatha, Frankfurt - Persönliches, künstlerischer Werdegang, Vorbilder und Aktivitäten sowie Kontaktadresse


Künstlername: Ánatha
Sternzeichen: viel Feuer: Sonne im Widder, Aszendent Löwe, Mond im Schütze
Beruf / Tätigkeit: Seit 1981 ist mein Beruf und meine Berufung Lehrerin, Tänzerin und Choreographin für Orientalischen Tanz in meinem Studio in Frankfurt am Main. Seit 1986 biete ich eine Ausbildung zur Lehrerin für orientalischen Tanz an. 2004 hat das Leben mich geschubst, endlich ein eigenes Studio zu eröffnen.
Erzähl uns ein bisschen was von Dir privat... Ein wichtiger Teil meines Leben ist das Meditieren. Schon als Kind hatte ich ein starkes Interesse an der christlichen Religion. Später habe ich mich mit dem Buddhismus, Hinduismus und dem Islam -dort besonders mit dem Sufismus - in Theorie und Praxis beschäftigt. Seit vielen Jahren praktiziere ich jetzt Zen-Meditation, sehe aber, dass allen Weltreligionen dieselbe Wahrheit zugrunde liegt. Deshalb fühle ich mich eher als ein "Freigeist" und religiös und spirituell ungebunden.
Was findest Du an Dir positiv? Dass ich soviel Freude in mir habe und mein Leben wirklich liebe.
Und was magst Du nicht an Dir? Manchmal bin ich ungeduldig, mir selber gegenüber oder wenn ich auf etwas warten muss.
Worüber kannst Du Dich aufregen? Wenn andere unzuverlässig sind, Dinge nicht tun, die sie versprochen haben. Ganz allgemein: die Unverbindlichkeit in unserer Gesellschaft.
Was bedeutet Glück für Dich, oder was macht Dich glücklich? Wenn ich auftrete und strahlende Gesichter im Publikum sehe und die Menschen sich freuen. Glück empfinde ich auch, wenn meine Auftrittsgruppe über die Bühne "fetzt" und ihnen die Freude ins Gesicht geschrieben steht. Oder wenn ich eine anspruchsvolle Choreographie geschrieben habe, viele Stunden damit verbracht habe und der fertige Tanz sich stimmig zur Musik und gut im Körper anfühlt. Aber oft bin ich auch glücklich ohne dass es dafür einen Grund gibt.

Wann und wie bist du zum orientalischen Tanz gekommen?
1979 habe ich in Frankfurt die Gruppe der Gestalttherapeutin Monika Rosenkranz bei einem Auftritt gesehen. Danach konnten alle mitmachen und der Funke sprang über, es war ein wirkliches Schlüsselerlebnis. Im Januar 1980 gab es dann einen neuen Anfängerinnenkurs und ich war dabei. Monika Rosenkranz war damals die einzige Lehrerin in Frankfurt.

Hast du einen Künstlerinnennamen und wenn ja wie bist du dazu gekommen?
Ánatha ist eigentlich ein tibetischer Name und bedeutet "ewig". Ich habe ihn 1986 als spirituellen Namen bekommen, mich dann später von dem "Namensgeber" wieder getrennt, aber den Namen beibehalten, auch als Künstlerinnenname. Ich finde es unwichtig, dass mein Künstlerinnenname nicht aus der arabischen Kultur kommt.

Gibt es jemanden, der dich besonders beeinflusst hat? Oder hattest du ein Schlüsselerlebnis, das dich besonders geprägt hat?
Heute im Jahr 2008 tanze ich seit 28 Jahren. In dieser Zeit habe ich bei einer Vielzahl von unterschiedlichen LehrerInnen Unterricht gehabt und dabei ganz verschiedene Ansätze erlebt, z.B. war meine erste Lehrerin eine Psychotherapeutin und in der Frauenbewegung aktiv (sie war die erste, die in Frankfurt a.M. unterrichtet hat) und im Gegensatz dazu war ich lange Jahre regelmäßig bei Beata & Horacio und bei Enussah. Aber insgesamt sind es an die 50 LehrerInnen bei denen ich Unterricht hatte.

Was bedeutet der orientalische Tanz für dich?
Ohne ihn wäre es mir nicht möglich, mein Leben mit Tanz zu verbringen und davon zu leben. Das war ein Traum von mir und er ist wirklich wahr geworden. Der orientalische Tanz bedeutet größte Freude, intensive Arbeit und Herausforderungen für mich und das alles liebe ich an ihm.

Was sind deine Aktivitäten in Sachen orientalischer Tanz?
Natürlich erst einmal mein Studio am Laufen zu halten, einschließlich der ganzen Organisation, Kurse zu halten, Workshops zu geben, Choreographien zu schreiben und meine Ausbildung zur Lehrerin für orientalischen Tanz durchzuführen. Letzteres ist mir sehr wichtig, da ich meine, dass wir gute Lehrerinnen brauchen, die qualifiziert Unterricht geben können. Ich verbringe viel Zeit damit, die Ausbildung weiter zu verfeinern und alle neuen Erkenntnisse zu integrieren. Da es alle Inhalte auch schriftlich gibt, überarbeite ich ständig die verschiedenen Themen und Texte.

Tanzt du eher choreographiert oder lieber frei?
Am Liebsten tanze ich frei und überlasse mich dabei der Musik, den Gefühlen und meinem Körper. Aber das geht für mich nur, wenn ich in Kontakt und nah beim Publikum bin. Auf der Bühne tanze ich lieber Choreographien.

Was hältst du von Authentizität, Phantasie und Weiterentwicklung und Kreativität im orientalischen Tanz?
Tanz hat sich immer weiter entwickelt. Stillstand ist tödlich und langweilig. Kreativität, Phantasie und eigener Ausdruck sind ganz wichtig, dabei sollte der Tänzerin aber klar sein, was klassischer Tanz ist und was nicht.
Aber ich liebe jede Form von Tanz, der authentisch von der Tänzerin kommt, Nachgetanztes ohne dass es selber gefühlt wird, hat keine Resonanz und berührt mich nicht.

Was ist dir in deinem Unterricht wichtig, was möchtest du mit deinem Tanz rüberbringen?
Ich bin sehr genau, denn mit einer präzisen Technik fällt den Schülerinnen das Lernen viel leichter und der Tanz sieht ästhetischer aus. Ein weiterer Schwerpunkt sind die vorbereitenden Übungen, die z.T. aus dem Yoga sind: Sie helfen Verspannungen zu lösen, verkürzte Muskeln zu dehnen und schwache Muskeln aufzubauen. Die meisten Frauen sitzen den ganzen Tag oder bewegen sich nur sehr einseitig. Dazu soll der Unterricht ein Gegengewicht sein.
Am Allerwichtigsten ist mir aber, dass die Frauen Freude am Tanzen haben und der Unterricht eine Auszeit vom Alltag ist.

 



Kontaktadresse:


Ánatha

Studio für orientalischen Tanz
Mörfelder Landstr. 64 HH
60598 Frankfurt-Sachsenhausen

Tel.: (069) 492952

Homepage: www.anatha.de

 

 

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