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Wann
und wie bist Du zum orientalischen Tanz gekommen?
Wie die "Jungfrau zum Kinde"... ich wusste nicht
mal, dass es so was gibt. Tjaaa, natürlich in Märchenfilmen,
aber doch nicht im richtigen Leben!
Durch die Freundschaft meiner Eltern mit einer im Haus lebenden
Familia. Weil meine alten Herrschaften das Laute und Bunte
des Orientalischen nicht vertrugen, ging ich als Familiendelegierte
zu deren Feiern. Auch privat war ich zu allen Familien geladen
Einer der zahlreichen Cousins nach mich mit zu seiner Freundin
nach Hause zu einem Fest. Dort outete sich dieses als Bauchtänzerin
und bot mir ihr Kostüm an, um mit mir zusammen in ihren eigenen
vier Wänden zu tanzen. Es war Liebe auf den ersten Shimmy
bei mir! Alles war sooo vertraut!
Hast
Du einen Künstlernamen und wenn ja, wie bist Du dazu gekommen?
Er ist im Laufe meines Lebens entstanden - bereits vor meiner
Tanzlaufbahn. Mit 11 Jahren hatte ich auf meinem Reiterhof
ein Lieblingspferd und es hieß "ZAIDA", mit 14 Jahren
verliehen mir die ansässigen Spanier auf Teneriffa den Namen
"SABINA" und während meiner Perserkatzenzuchtzeit
hieß meine Lieblings-Konkurrentin "MAOULA" mit Nachnamen.
Et voila, so entstand er.
Gibt
es jemanden, der Dich besonders beeinflusst hat? Oder hattest
Du ein Schlüsselerlebnis, das Dich besonders geprägt hat?
Kathrin Ferguson (USA) Technik, FEYROUZ! (USA) wegen der Leidenschaft
und Suheila Salimpour (USA) wegen der Selbstinszenierung sowie
Amani (Libanon) wegen ihrer orientalischen Präsenz!
Was
sind Deine Aktivitäten in Sachen orientalischer Tanz?
Keinen festen Unterricht mehr zu geben. Viel mehr auf die,
tja, ich sags mal wertfrei, hochmotivierten Tänzerinnen einzugehen,
die zusätzlich zu ihrer Ausbildung in den Studios themenbezogenes
privates Coaching haben wollen (z.B. Tipps und Tricks, Bühnenshow-Selbstinszenierung,
Sonderthemen jeder Art...)
Hast
bzw. hattest Du ein Vorbild oder eine Person, die Du bewunderst?
Ja, ganz pauschal Frauen, die es schaffen, 3 oder mehr Kinder
nebst Ehemann, Beruf und Studio mit Unterricht, Shows und
Workshops alle unter einen Hut zu kriegen und sich dann auch
mit Freundinnen treffen zu können . Sie haben meine bedingungslose
Bewunderung.
Gibt
es im OT noch eine weitere Ebene für Dich neben Gefühl und
Technik?
Da kann ich nur für mich und einige wenige Frauen sprechen,
die ich kenne. Orientalischer Tanz hat für mich durchaus auch
einen spirituellen Aspekt im weitesten Sinne. Er hat mich
verändert, nicht immer zur Zufriedenheit meiner Mitmenschen.
Ich habe sozusagen von außen nach innen gearbeitet, um mich
weiterzuentwickeln. Natürlich bin ich nicht fehlerfrei, arbeite
immer noch mit und durch den orientalischen Tanz daran noch
dazuzulernen.
Was
war Dein schönstes Erlebnis mit dem orientalischen Tanz?
Mein allererster Besuch bei einem OASIS DANSE ENSEMBLE Abend
in der Ufa-Fabrik "Magisches Feuer des Orients",
das hat mich wirklich schwer beeindruckt und völlig verzaubert.
Da hatte ich dann gleich den felsenfesten Wunsch auch mal
mit diesen Superfrauen zusammen da oben auf einer Bühne zu
stehen... hat dann ja später durch Zufall (gibt ja kein Zufall)
geklappt.
Welchen
Ratschlag würdest Du einer Schülerin oder Tänzerin,
die am Beginn ihrer Laufbahn steht, mit auf den Weg geben?
Versuche wertfrei zu bleiben. Sammle einfach Kenntnisse in
Theorie und Praxis, ohne zu benoten. Öffne Dich a l l e n
Dingen des Tanzes. Gehe an alle Auftritte mit Humor und völlig
entspannt heran. Tanze in erster Linie aus Spaß an Deinem
Körper und der Musik natürlich auch zur Freude der Zuschauer.
Versuche, nicht in "falsch" und "richtig"
zu klassifizieren, dann wird Dir dieser Tanz große Befriedigung
geben.
Was
für Pläne hast Du für die Zukunft?
Europaweit Verknüpfungen in der orientalischen Tanzszene herstellen.
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