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Wann
und wie bist Du zum orientalischen Tanz gekommen?
Alles fing an, als ich die Gruppe Arabeska im Berger Kino in Frankfurt sah.
Unter meinem Sitzplatz fand ich nach der Vorstellung
einen kleinen Stein, den die Zauberin in dem Theaterstück als
Orakel warf und empfand dies als ein Zeichen und eine Einladung.
Ich ging hinter die Bühne, sagte Dietlinde Bedauia Karkutli,
dass ich gerne mittanzen möchte.
3 Tage später tanzte
ich ihr und Momo Kadous im Tanzstudio vor (ich war wahnsinnig aufgeregt!)
und "war drin"... Der erste Auftritt war dann einige Wochen
später in einem Bistro namens " Bizaar" in Ffm. und
am selben Abend erhielt ich 7 Anfragen...Von da an ging alles rasend
schnell und ich wusste, dass dies meine Berufung ist...

Hast
Du einen Künstlernamen und wenn ja, wie bist Du dazu gekommen?
Soraya war für mich schon damals wie mein eigener Name. Er
ist mir sehr vertraut und einfach schön. Es ist so, als ob
ich irgendwann einmal so genannt wurde...
Shahyn habe ich später dazu genommen, da es im Laufe der Zeit
immer mehr Tänzerinnen gab, die sich so nannten.
Gibt es jemanden, der Dich besonders beeinflusst
hat? Oder hattest Du ein besonderes Schlüsselerlebnis, das
Dich besonders geprägt hat?
Alle meine Lehrer, Lehrerinnen, Schülerinnen , Familie und
Freunde. Dietlinde und Momo haben mich zu Anfang "in's kalte
Wasser geschmissen." Meinen Tanzstil haben Prof. Dr .Hassan
Khalil, Momo Kadous, Bahi Bararkat, Nesrin Topkapi, Amaya, Rakia
Hassan,"Die Fantastischen 4" (insbesondere Gamal Seif),
Guem, Susanne Clemens und ganz besonders Ismael Ivo geprägt.
Was
sind Deine Aktivitäten in Sachen orient.Tanz?
DANCE....DANCE......DANCE! Regelmäßige Auftritte ( Restaurants
und Veranstaltungen), Workshops für orientalischen und afrikanischen
Tanz ( auch in Kombination), laufende Kurse (z.Zt. in Wiesbaden,
Mittwoch Abend), Seminare für Tanz und Astrologie, die ich
selbst anbiete. Teilnahme an Workshops und regelmäßigen
Kursen für orientalischen, afrikanischen und persischen Tanz
,an denen ich selbst teilnehme.
Was hältst Du von Authentizität
und Phantasie, von Tradition und Weiterentwicklung im oriental.
Tanz?
Solange Tanz authentisch von dem Tänzer oder der Tänzerin
dargeboten wird, verdient er/sie Respekt. Ich finde es schade, wenn
einfach nur nachgetanzt und kopiert wird. Eine authentische Darbietung
ist für JEDEN sofort erkenn- und spürbar und beflügelt
die Phantasie.
Tradition
sollte auf jeden Fall so authentisch wie möglich erhalten,
getanzt und weitergegeben werden (auch im Sinne der Weiterentwicklung).
Glaubst Du, dass orient. Tanz und Erotik
zusammengehören?
OF COURSE! Na klar! Allerdings wird der orientalische Tanz allzu
oft auf diese beiden Begriffe reduziert....und erscheint in einem
einseitigen Licht...
Wie würdest Du Deinen eigenen Tanzstil
beschreiben?
Feurig, mitreißend, freudig ,elegant, ästhetisch und
sinnlich
Welchen Rat würdest Du einer Frau
geben, die gerade anfängt zu tanzen?
There`s no way to perform- performance is the way
Was
ist Dir in Deinem Unterricht wichtig? Was macht für Dich eine/n
gute/n Lehrer/in aus?
Die Worte "ich kann das nicht oder ich lerne das nie"
sollten in meinem Unterricht jede Schülerin ein für alle
mal verbannen und mit "ich bemühe mich und gebe mir Zeit"
ersetzen. Das wünsche ich mir von ganzem Herzen...
Am Anfang ist die Basis( immer wieder wiederholen!) und darauf baut
sich alles andere auf. Step by Step. Dann stellt sich die Individualität
heraus und kann sich weiterentwickeln.....
Auch wenn Geduld in manchen Situationen nicht meine Stärke
ist (gerade deswegen), so musste ich lernen, dass eine Bewegung
manchmal erst nach dem 500.mal wirklich gespürt und verstanden
ist....
Die Kunst des Unterrichtens besteht meiner Meinung nach darin, der
Schülerin zu vermitteln, dass ihr Ausdruck einzigartig ist,
voll von Vitalität, Lebenskraft und Energie.
Dein Motto? Authentisch sein.
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