Portrait der Bauchtänzerin Sulaika Latifa: Persönliches, künstlerischer Werdegang, Vorbilder und Aktivitäten sowie Kontaktadresse


Künstlername: Sulaika Latifa
Geburtsjahr:  1979
Sternzeichen: Stier (mit allem was dazu gehört)
Beruf / Tätigkeit: staatlich geprüfte Kinderpflegerin
Erzähl uns ein bisschen was von Dir privat... Ich bin 1993 aus der ehmaligen DDR mit meinen Eltern nach Bayern gezogen. Das war für mich eine Weltreise, weil ich noch nie soweit von meiner Heimat entfernt war.Inzwischen habe ich mich recht gut im "Westen" eingelebt.
Ich habe vor über 4 Jahre meinen Mann Andreas geheiratet und in gleichem Jahr kam meine Tochter und ein absolutes Wunschkind Darina-Sophie zur Welt. Das hat mein Leben sehr stark verändert. Seit dem lebe ich sehr bewußt. Auch habe ich ein zweites großes Hobby außer meinem Tanz dazu bekommen nämlich Reiki. Das ist Arbeit mit unseren Lebensenergie nach dem System von Dr. Usui. Damit hat der sich der Glaube an Gott in mir sehr stark gefestigt. Ich versuche sehr bewußt nach meinen Prinzipien zu leben.
Was findest Du an Dir positiv? Das ich ein sehr umweltoffenes Wesen habe. Das man mit mir Pferde stehlen kann und das ich sehr feine Antennen für meine Mitmenschen habe.
Und was magst Du nicht an Dir? Auch negative Dinge an mir mag ich trotzdem, denn das macht mich zu dem Menschen der ich bin. Ich bin machnmal etwas ungeduldig und gehe gern mit dem Kopf durch die Wand.
Worüber kannst Du Dich aufregen? Über Intolleranz bezüglich Herkunft, Aussehen....u.s.w. Wenn mich Menschen anlügen und mir etwas vor spielen, kann ich darüber schon sehr entäuscht sein. Mit Ehrlichkeit erreicht man viel mehr im Leben. Aber ich muß sagen, aufregen oder gar Ärgern möchte ich mich nicht, weil das Energieen sind die ich woanders viel besser einsetzten kann und nicht für solche Dinge vergeude, wie mir Gedanken über das Benehmen andere zu machen.
Was bedeutet Glück für Dich, oder was macht Dich glücklich?

Für mich ist meine Familie mein absolutes Glück. Und glücklich macht mich, dass ich die Möglichkeit bekommen habe den orientalischen Tanz kennen und erlernen zu dürfen. Denn er hat meine Leben derartig bereichert, dass ich aus meinem vergangenem Sumpf aus Depresionen und Angst emporsteigen konnte, und erkannt habe wie schön es ist am Leben zu sein.

Wann und wie bist Du zum orientalischen Tanz gekommen?
In meinem ganzem Leben hatte ich ständig Berührung mit dem orientalischem Tanz. Seis das ich bei einem Workshop mithelfen durfte oder ich immer irgend jemanden kannt der etwas damit zu hatte. Den Mut einmal selbst diesen Tanz zu erlernen fand ich erst als meine Tochter geboren war. Ich hatte das Glück auf meiner Seite, und so war es wie eine Gottesfügung das ich genau zum richtigen Teitpunkt einen Lehrer fand der mich den Bauchtanz lehrte. Ich bin erst, oder besser schon seit gut über 2 Jahre dabei. Jedoch habe ich das Gefühl als würde ich schone eine Ewigkeit tanzen.

Hast Du einen Künstlernamen und wenn ja, wie bist Du dazu gekommen?
Ein Künstlername gehört unbedingt zum Bauchtanz, außer man hat schon einen außergewöhlichen Namen, wo ein anderer Namen nicht nötig ist. Aber da ein Künstlername etwas anonymes besitzt muß er zur Person passen wie der richtige Name. Da hat man die Qual der Wahl. Es gibt ja zich verschieden, aus ebensovielen Sprachen. Auf der Suche nach dem Künstlernamen, erinnerte ich mich, dass ich als Kind zum Fasching, der unter dem Thema "Harem" stand, "Malaika" (wegen meines engelhaften Aussehens - blonde Haare, blaue Augen) genannt wurde. Mein Nachname kam hinzu, "Latifa" hörte ich immer bei meinem auschließlich türkischem Publikum. So ist mein heutiger Name ins Leben gerufen worden.

Gibt es jemanden, der Dich besonders beeinflusst hat? Oder hattest Du ein Schlüsselerlebnis, das Dich besonders geprägt hat?
Ich muß sagen, am meisten hat mich mein Lehrer beeinfluß t(dem ich an dieser Stelle ein dickes Danke schön sagen möchte!). Er hat genau gewußt wie er mich aus der Reserve lockt, und mein Talent fördert. Er hat mir beigebracht frei zu tanzen und hat mir gezeigt wie ich meine Person im Tanz am besten zum Ausdruck bringe.

Was sind Deine Aktivitäten in Sachen orientalischer Tanz?
Ich gebe inzwischen Unterricht für Anfänger und habe eine Fortgeschrittenen-Gruppe, die ich unterrichte.

Glaubst Du, der Tanz Dich in Deiner persönlichen Entwicklung beeinflußt hat?
Das kann ich mit einem lauten "JA" beantworten. Seit ich tanze bin ich ein ganz anderer Mensch. Der Tanz begleitet mich in meinem alltäglichen Leben. Ich höre die Musik so offt ich nur kann, bei allem was ich tue. Manchmal wünschte ich wäre in einer anderen Zeit. Igendwo im Orient wo man immer in den schönsten Kostümen rumläuft und tanzt um sich zu entspannen. Ich fühle mich wohl und fühle mich frei wie in Vogel dabei. Und es macht mich glücklich, wenn andere Menschen gefallen an meinem Tanz finden und sich daran erfreuen können.

Was bedeutet der orientalische Tanz für Dich?
Der Bauchtanz bedeudete für mich, mir Streß, Kummer und Sorgen von der Seele zu tanzen. Mich köperlich fit zu halten. Und er gibt mir die Möglichkeit anderen Frauen ein neues Körpergefühl zu vermitteln. Auch hat mich der Tanz dazu inspiriert ein Buch zu schreiben. Vorraussichlich wird es "die Zahl 23" heißen. Darin geht es um meine Lebensgeschichte. Für mich ist der orientalische Tanz nicht nur eine Sache die man tut sondern er geht in Fleich und Blut über. Er ist ständig mit mir, ich stehe morgens auf mit dem Gedanken an ihn und ich gehe abends mit diesem Gedanken ins Bett. Es ist ein Lebensgefühl in dem ich vollkommen und ohne Einschränkungen aufblühen kann.

Denkst Du, dass es im orientalischen Tanz neben der Technik und dem Gefühl noch eine weitere, andere Ebene gibt - wie immer man diese bezeichnen mag?
Ja, das glaube ich schon. Seit ich Reiki praktiziere habe ich die Erfahrungen gemacht das es noch mehr zwischen Himmel und Erde. Und so ergeht es mir auch, wenn ich tanze. Ich fühle mich wie in einem anderen Körper. Es öffnet etwas in mir, und ich kann spüren wie es auf mein Publikum überspringt. Es liegt dann etwas in der Luft das ich nur schwer in Worte fassen kann. Es gibt Situationen in denen mir ein Gefühl sagt, da kann ich nicht tanzen. Ich versuche auf diesen Gefühl zu hören. Ich finde es wichtig das man nicht überall und bei jedem tanzt, weil ich daran glaube das man überall wo man war etwas von sich hinterläßt, und ebendso etwas mit sich nimmt.

Glaubst Du, dass orientalischer Tanz und Erotik zusammengehören?
Unbedingt gehören diese beiden Dinge zusammen. Ohne eine gewisses Maß an Erotik wäre dieser Tanz nicht so Ausdruckstark. Durch diesen Tanz kann man sich als Frau wie auch als Mann besonders gut seine eigene Erotik bewußt werden. Er steigert das Selbstbeweußtsein und man fühlt sich einfach nur gut. Allerdings trenne ich zwischen Erotik was die Kleidung betrifft und der Erotik die man von innen ausstrahlt. Da braucht man kein aufreizendes Kostüm um erotisch zu wirken. Ich glaube ohne Erotik würde jedem Tanz etwas fehlen. Und nur wer zu seiner Erotik steht kann auch ausdruckstarkt tanzen und etwas rüberbringen.

Tanzt Du eher choreographiert oder lieber frei?
Ich tanze frei. Es ist auch so, dass offt in meinen Auftritten neue Techniken geboren werden, die ich vorher nícht geprobt habe. Auch experimente ich immer egal ob ich daheim für mich übe oder ob ich vor Publikum tanze. Jeder meiner Tänze ist immer anders auch wenn es das gleiche Lied ist, es sieht immer anderes aus, weil es sehr stark von meiner Gefühlswelt abhängig ist wie ich mich im Tanz gebe. Aber mit Chorographie habe ich auch kein Problem, das ist besonders wichtig wenn man nicht allein tanzt.

Dein Motto?
Ich lebe nicht in der Vergangenheit oder in der Zukunft sondern im Hier und Jetzt!


Kontaktadresse:

Sulaika Latifa

Beate Oeser
Kulturstr. 8
86165 Augsburg/Lechhausen

Tel. (0821) 729 89 59 2

Email: info@beate-malaika.de
Internet: www.sulaika-latifa.de

Alle Bilder: Privat


 

 

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